Samstag bei Kollegen

So schaue ich Fußball bei Kollegen

Nachdem ich vor Kurzem beschrieben habe, wie ein typischer Samstag in einem Wettlokal aussieht, schreibe ich heute über einen typischen Bundesliga Spieltag, den ich bei Freunden verbringe. Dieser Tag beginnt genauso wie jeder andere Samstag auch. Ich schlafe aus und mache mir danach ein großes Frühstück. Während ich frühstücke suche ich auf allen möglichen Portalen nach Informationen, rund um die Samstagsspiele. Vielleicht fragen Sie sich jetzt, warum ich nur nach Samstagsspielen schaue.

Ich verbringe bestimmt eine Stunde mit dem Lesen von den neusten Informationen

Das ist ganz einfach. Es gibt die Regel, dass man immer nur Spiele tippen soll, die am selben Tag stattfinden. Das ist wohl Aberglaube, denn eine logische Erklärung habe ich dafür nicht. Ich weiß aber, dass der Gedanke weit verbreitet ist und deshalb füge ich mich diesem Gedanken ebenfalls.

Wenn ich Samstag nicht so lange schlafe, dann sehe ich mich auch auf Internetseiten um, die Ergebnisse voraussagen. Das kann ein Fluch und Segen sein. Warum das manchmal keine gute Idee ist, erkläre ich dann im nächsten Beitrag.

Um 14:00 Uhr sollte ich spätestens dort sein

Ich schaue auf die Uhr und sehe, dass es fast 13:30 Uhr ist. Nun wird es aber Zeit loszugehen. Dieses Mal nicht zum Wettlokal, sondern zu dem Kollegen, der Sky hat. Dort angekommen gibt es ein wenig Smalltalk und Kaffee. Im Anschluss werden die Spiele über die App getippt. Wir bevorzugen eigentlich alle die selbe App. Woher das kommt, weiß ich nicht. Es ist wohl der Gruppenzwang, der dazu geführt hat.

Nachdem die Wetten platziert sind, wird natürlich darüber geredet. In der Regel gibt es immer einen Typen, der von komplett anderen Ergebnissen ausgeht und über den wird dann auch herzlich gelacht. Allerdings kam es auch schon oft genug vor, dass er mit seinen Tipps richtig lag. Dennoch sind seine Tipps immer wieder absurd und wir packen uns alle an den Kopf.

Der Second Screen ist auch bei uns allgegenwärtig

Dann gibt es noch einen Typen, der versucht mit wenig Geld viel zu gewinnen. Das hat aber bisher nie geklappt und wir fragen uns ständig, warum er das macht. Ich denke er spart einfach am falschen Ende. Denn es ist wahrscheinlicher, dass er mal etwas gewinnt, wenn er weniger Spiele tippt und dafür einen etwas höheren Einsatz tätigt. Am meisten achte ich dann dabei auf Sportwetten niedrige Quoten hoher Einsatz, welche sich auch hier und da mal finden lassen. Aber gut, das ist seine Sache. Dann gibt es noch den Typen, der immer in seinen Tipps bestärkt wird. Er geht kaum Risiko und gewinnt auch in schöner Regelmäßigkeit. Dafür sind seine Renditen nicht allzu hoch und wenn es schief geht, dann schaut er in die Röhre.

Nachdem wir uns eine Stunde über Tipps ausgetauscht haben, geht es endlich los. In der Regel sehen wir uns die Konferenz an, nur an seltenen Tagen schauen wir uns Einzelspiele an. Zum Beispiel Dortmund gegen Bayern oder Derby´s wie Köln gegen Gladbach. Was mir dabei auffällt, ist der Second Screen. Denn obwohl wir Fußball gucken, schauen wir immer wieder auf unsere Smartphones, um die Spielstände aus den anderen Ligen anzusehen.

Um 18 Uhr sind dann die meisten Spiele vorbei. Dann beginnt für viele die Leidenszeit, weil ein Schein schon wieder nicht reingekommen ist. Von unserer Clique gewinnen meistens zwei Personen nichts. Eine Person räumt mittelmäßig gut ab und gewinnt vielleicht mal 50 Euro, mal 80 Euro. Die riesigen Gewinne sind es aber nicht. Nichtsdestotrotz kommen wir öfters am Samstag zusammen, um Fußball zu schauen.